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Pleiten Pech und Pannen – Der Aberglaube und die Schwendtage

Die sogenannten Schwendtage wurden bereits im alten Rom als Unglückstage gefürchtet und auch hierzulande warnen alte Bauernregeln und Überlieferungen aus längst vergangenen Zeiten davor, an solchen Tagen etwas Neues zu beginnen.

Dieser alte Aberglaube ist heute zwar kaum noch verbreitet, hat aber ganz offensichtlich sogar in der Astrologie seine Spuren hinterlassen.

Was sind Schwendtage?

Ein weit verbreiteter Aberglaube behauptet, dass sämtliche Angelegenheiten, die an einem solchen Tag begonnen werden, unter denkbar schlechten Vorzeichen stehen sollen. So wird empfohlen, an Schwendtagen möglichst nicht zu verreisen, sich nicht zu verloben oder gar zu heiraten. Verträge sollte man besser ebenfalls nicht abschließen.

Möchte man hingegen etwas Altes los werden, verkaufen oder sich gar von einem Partner trennen, dann sollen dem alten Volksglauben zufolge Schwendtage dafür bestens geeignet sein. Auch die Beseitigung von Schmutz oder Unkraut jäten wird an solchen Tagen empfohlen.



Unglück an schwarzen Tagen?

Als Schwendtage im Januar werden der 2., 3., 4. und 18. bezeichnet und im Februar der 3., 6., 8. und 16. Der März soll lt. Tabelle am 13., 14., 15. und 19. seine Schwendtage haben. Im April lauert nur ein schwarzer Tag auf alle Pechvögel und Unglücksraben, nämlich der 19. Im Mai sollte man der Auflistung zufolge am 3., 10., 22. und 25. sein Glück lieber nicht herausfordern. Der schöne Monat Juni präsentiert sich nur mit zwei Schwendtagen, nämlich am 17. und 30. Im Juli heißt es am 19., 22. und 28. aufpassen und im August gleich fünf Mal, nämlich am 1., 17., 21., 22. und 29.

Böse Tage im September?

Sollte jemand einer solchen Tabelle Glauben schenken wollen, dann wäre es besser, sich Ende September am besten ganz zu verkriechen, denn hier wird gleich vor acht bösen Tagen am Stück gewarnt, nämlich vom 21. bis 28. Zum Jahresende wird es dann deutlich besser mit den dunklen Prophezeiungen, denn der Oktober hat nur noch drei Schwendtage am 3., 6. und 11. und im November heißt es nur noch einmal aufpassen, nämlich am 12. Der Dezember ist frei von Schwendtagen.

Schwendtag 1. Dezember: Untergang von Sodom und GmorraWikipedia beschreibt noch eine weitere Auflistung, wonach es sich am 1. April , am 1. August und am 1. Dezember ebenfalls um sogenannte Unglückstage handeln soll. Der 1. April wird als schwarzer Tag bezeichnet, weil es der Geburtstag des Judas war. Am 1. August wird es scheinbar noch unheimlicher, denn hier soll Luzifer vom Himmel in die Hölle verbannt worden sein und am 1. Dezember ging Sodom und Gomorrha unter.

Die Schwendtage im Überblick

  • Januar: 2.1., 3.1., 4.1., 18.1.
  • Februar: 3.2., 6.2., 8.2., 16.2.
  • März: 13.3., 14.3., 15.3., 19.3.
  • April: 1.4. (Judas‘ Geburtstag), 19.4.
  • Mai: 3.5., 10.5., 22.5., 25.5.
  • Juni: 17.6., 30.6.
  • Juli: 19.7., 22.7., 28.7.
  • August: 1.8. (Verbannung Luzifers in die Hölle), 17.8., 21.8., 22.8., 29.8.
  • September: 21.9., 22.9., 23.9., 24.9., 25.9., 26.9., 27.9., 28.9.
  • Oktober: 3.10., 6.10., 11.10.
  • November: 12.11.
  • Dezember: 1. Dezember (Untergang von Sodom und Gomorrha)


Geburtstag an einem Schwendtag

Wer an einem Schwendtag das Licht der Welt erblickt hat, muss aus Sicht der alten astrologischen Erfahrungslehre jedoch nun keineswegs befürchten, als Pechvogel durchs Leben ziehen zu müssen. Eine zentrale Bedeutung kommt den Schwendtagen auch in der ganz alten Astrologie nicht zu. Hier ist allein das genaue Geburtsbild ausschlaggebend.