So tickt Ihr Sternzeichen!

Lenormandkarten und Lenormand legen

Orakel waren bereits in der frühen Menschheitsgeschichte bekannt. Die Voraussage kommender Ereignisse interessierte Menschen seit jeher. Wahrsagerei und Orakel wurden in vielen Ländern der Erde bedeutende Einflussnehmer auf Alltagsentscheidungen und die große Politik. Mit dem Wiedererstarken der Esoterik seit den siebziger Jahren rückten auch die so genannten Lenormandkarten und das Tarot wieder ins Licht der Öffentlichkeit.

Die genannten Wahrsagekarten verdanken ihre Namen der Wahrsagerin Marie Anne Adeláide Lenormand, die sie aber wohl nicht erfunden hat. Lenormand war zu Ihrer Zeit eine beachtliche Größe der Esoterik und ihr Ruhm machte sie zur lebenden Legende. Im Frankreich damaliger Zeit war das Kartenlegen gang und gäbe, Madame Lenormand hatte also viel Konkurrenz. Trotzdem gelang es ihr, berühmten Zeitgenossen wie Napoleon die Zukunft vorauszusagen – und zwar meistens korrekt. Dies gefiel allerdings nicht jedem. Mehrfach landete Madame Lenormand im Gefängnis. Trotzdem konnte die Wahrsagerin sich vor Interessenten kaum noch retten, weil ihr Ruhm sich mit jeder korrekten Voraussage mehrte. Die oberen Zehntausend suchten sie ebenso zum Kartenlegen auf wie ganz normale Menschen. Madame benutzte mehr als zehn verschiedene Kartendecks, um ihre meist zutreffenden Prophezeiungen zu machen.



Heute benutzt man fast nur noch das kleine Deck aus 36 Lenormandkarten, das allerdings sehr unterschiedlich gestaltet sein kann. Neben antiken Ausgaben gibt es auch Jugendstilversionen oder Regenbogen-Lenormand. Der große Satz Karten, bestehend aus 54 Einzelkarten, wurde vermutlich aus den Tarotkarten entwickelt. Im Bereich Kartenlegen sind die Lenormandkarten neben dem Tarot auch heute die wichtigste Art des Wahrsagens mit Karten. Erstmals erschien ein Lenormanddeck zwei Jahre nach dem Tod der Namensgeberin. In Deutschland konnte man eine Variante der Wahrsagekarten schon seit 1850 erwerben. Im selben Jahr erschien auch das kleine Set, der aber nie in Frankreich veröffentlicht wurde, wo Madame Lenormand gelebt hatte.

Man unterscheidet zwischen Personen- und Sachkarten sowie Karten, die beides repräsentieren. Die Interpretation der einzelnen Karten richtet sich nach ihrer Grundbedeutung sowie der Konstellation der Karten zueinander. Eine Karte kann die Aussage einer anderen verstärken oder abschwächen. Im Gegensatz zu anderen Systemen des Kartenlegens benötigt man zur Interpretation aber sehr viel Intuition.


Lenormand für Einsteiger: Set mit Buch und Karten (Lenormand lernen)
von Erna Droesbeke von Enge Königsfurt Urania

Taschenbuch, 176 Seiten

ISBN: 3868267522

3.7 von 5 Sternen (6 Bewertungen)

Neu für EUR 17,99 bei Amazon

In der Druckansicht leider nicht verfügbar.